Neuburg gedenkt Kriegsende heute vor 70 Jahren

Neuburg a.d. Donau (intv) Die Elisenbrücke und das Kolpinghaus sind beides Zeugen der Zerstörung des Zweiten Weltkriegs. Durch Bombenangriffe waren die beiden Wahrzeichen der Ottheinrichstadt zerstört worden. Obwohl Neuburg sonst im Vergleich zu anderen Städten vor Bombadierung größtenteils verschont geblieben ist, hatte die Stadt dennoch zahlreiche Opfer zu beklagen. Heute hat die Stadt dem Kriegsende vor 70 Jahren gedacht.

„Der 27. April 1945 hat hier in Neuburg eine Tür für eine andere, eine bessere Zukunft geöffnet“, so Oberbürgermeister Bernhard Gmehling heute Vormittag beim Festakt am Kriegerdenkmal im Hofgarten. Genau heute vor 70 Jahren war der Krieg in Neuburg zu Ende. US-Soldaten befreiten die Stadt von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Es waren nur noch 11 Tage bis zur bedingungslosen Kapitulation Deutschlands. Obwohl Zeitzeugen nach und nach weniger werden, ist es für nachfolgende Generationen wichtig, sich bewusst zu erinnern.

„Es ist ein Teil unserer demokratischen Pflicht, immer wieder daran zu erinnern, gerade auch, weil Jüngere, die nach dieser Zeit geboren wurden, das gar nicht mehr so wissen können. Wir sind an einer Schwelle, es ist 70 Jahre her, dass der Zweite Weltkrieg vorbei ist, es gibt nicht mehr sehr viele Zeitzeugen und ich halte es für sehr wichtig, diese Geschehnisse hier in Neuburg in Erinnerung zu rufen“, so Gmehling gegenüber intv.

Auch die Geistlichkeit in Person von Pfarrer Bogenreuther und Pfarrer Tischinger sprach zu den Gästen. Musikalisch getragen von der Stadtkapelle Neuburg legte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder, im Beisein von Vertretern der Stadt und des Landkreises. Eine Abordnung der Luftwaffe, allen voran Kommodore Frank Gräfe, erwies den Opfern des Krieges, darunter gefallene Soldaten, die Ehre.