Kreiskrankenhaus Schrobenhausen: Wiedereröffnung der Geburtenstation vom Tisch

Schrobenhausen (intv) Die Zahlen sind ernüchternd, erzählt uns Schrobenhausens Bürgermeister Karlheinz Stephan im Interview. Die von ihm angestrebte baldige Wiedereröffnung der Geburtenstation am Kreiskrankenhaus ist erst einmal vom Tisch. Das von der Stadt beauftragte Untersuchungsbüro hat ein „Neustart-Szenario“ durchgerechnet das deutlich zeigt: es fehlt an allen Ecken und Enden.

„Es ist ja so, dass wir dazu nicht nur Hebammen brauchen, sondern auch Gynäkologen und Ärzte, die eine Zusatzausbildung in der Kinderheilkunde habe. Außerdem bräuchten wir Anästhesisten, die zu bestimmten Zeiten im Krankenhaus zwingend da sein müssen“, erklärt Karlheinz Stephan.

Dazu kommt, dass das Förderprogramm der Staatsregierung nur für etablierte Geburtsstationen gilt und für Schrobenhausen somit nicht greift. Der Verwaltungsrat möchte sich jetzt auf das Krankenhaus als Ganzes konzentrieren. Derzeit überprüft das Untersuchungsbüro eine Kooperation mit benachbarten Krankenhäusern und, welche Bereiche zukünftig noch ausgebaut werden könnten.

„Wir haben Potenzial. Wir haben Fachkräfte in bestimmten Teilbereichen, die uns Entwicklungsszenarien eröffnen. Jetzt müssen wir noch den Mut haben, die Schritte zu gehen und Geld in die Hand nehmen. Wenn wir unsere Stärken weiter ausbauen, können wir das Haus in sicheres Fahrwasser führen.“

Vielleicht erblicken in einigen Jahren dann auch wieder Babys im Schrobenhausener Kreiskrankenhaus das Licht der Welt.