Kommunen und Unternehmen arbeiten an einer gemeinsamen Energieagentur

Neuburg a.d. Donau (intv) Der Deutsche Bundestag hat sich ein hohes Ziel gesteckt. Bis 2050 soll in Deutschland 80% des Stroms aus regenerativen Energien bezogen werden. Derzeit sind es lediglich 28%. Soll die Energiewende gelingen, müsse man gemeinsam an einem Strang ziehen, der Auffassung ist auch die Initiative Regionalmanagement der Region Ingolstadt, kurz IRMA. Um Energieeffizienz und -einsparung in der Region voranzutreiben, kam heute erneut das Energieforum zu einer Fachtagung zusammen. Nach der Ideensammlung beim Startschuss vor einem Jahr in Vohburg, soll es heute in historischem Ambiente im Neuburger Marstall konkreter werden: „Vor einem Jahr haben wir den Auftrag in die Richtung bekommen, sich gemeinsam mit einer regionalen Energieagentur auseinander zu setzen. Das Thema werden wir dahingehend konkreter aufgreifen, dass wir heute durch Workshops einen Input erarbeiten wollen“, erklärt IRMA-Geschäftsstellenleiter Tobias Klein. Von bereits bestehenden Energieagenturen will das Energieforum Erfahrungswerte sammeln: Referent Martin Sambale gibt dazu Einblicke in die 1998 gegründete Energieagentur im Allgäu.

Bis Anfang nächsten Jahres soll das Konzept einer Energieagentur für die Region ausgereift sein. Pfaffenhofens Landrat und IRMA-Vorstandsmitglied Martin Wolf ist von der Idee einer zentralen Anlaufstelle in Energiefragen überzeugt: „Die zentrale Frage ist, wie gelingt es, diese Zeit, die andere Regionen sich genommen haben, diese 15 bis 20 Jahre so zu verkürzen, dass wir nicht erst nach dieser Zeitspanne diese Schlagkraft haben.“

In späteren Workshops soll eine mögliche Realisierung der Energieagentur für die Region Ingolstadt erarbeitet werden. Für Fördermittel vom Freistaat sind Voraussetzungen wie kostenlose und neutrale Erstberatungen und eine Einwohnerzahl von mindestens 250.000 zu erfüllen, es gehe also nur, wenn die Kommunen und Landkreise gemeinsame Sache machen.