Koalitionsvertrag: Reaktionen der Ingolstädter SPD

Ingolstadt (intv) Drei Monate nach der Bundestagswahl steht nun fest: Die große Koalition wird kommen. Die SPD stimmte in ihrem Mitgliedervotum mit beinahe 76 Prozent eindeutig für ein Bündnis mit der Union.

Parteichef Sigmar Gabriel hat somit allen Grund sich feiern zu lassen. Seine Entscheidung, die Zusammenarbeit mit der Union von der Zustimmung der SPD-Basis abhängig zu machen, hat sich als goldrichtig erwiesen. Auch in der Ingolstädter SPD freut man sich über das Ergebnis. Nun gebe es zu keinerlei Spekulationen mehr Anlass, so Achim Werner, Fraktionsvorsitzender der SPD im Ingolstädter Stadtrat. Die Jungsozialisten allerdings sehen den Ausgang der Abstimmung skeptisch. Zu viele der Punkte, für die sie im Wahlkampf eingetreten sind, kommen im Koalitionsvertrag nicht vor, so Christoph Spaeth, Sprecher der Ingolstädter Jusos. Deshalb sprächen sie sich auch weiterhin gegen diesen aus. Auch der Verlauf der Koaliton zwischen Union und FDP in der vergangenen Legislaturperiode bereitet den Ingolstädter Jungsozialisten Bauchschmerzen. Alle positiven Punkte seien Frau Merkel zugesprochen worden. Die SPD müsse es nun schaffen, ihre Punkte herauszuarbeiten und Erfolge zu verbuchen.

Die Reaktionen auf das Ja zum Koalitionsvertrag sind in Ingolstadt also geteilt. Im Verlauf der nächsten 4 Jahre wird sich zeigen, ob die Bedenken berechtigt waren oder nicht.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar