Klinikumsgeschäftsführer Zugsbradl hört auf

Ingolstadt (intv) Alexander Zugsbradl ist nicht mehr Geschäftsführer des Klinikums Ingolstadt. In einer Pressemitteilung der Stadt Ingolstadt heißt es, dass Zugsbradl mit Ablauf des Mittwoch auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung des Klinikums und dessen Tochtergesellschaften ausscheidet. Zugsbradls Arbeitsverhältnis hätte regulär zum Jahreswechsel geendet.

Dr. Andreas Tiete wird weiter Geschäftsleiter beim Krankenhauszweckverband und Geschäftsführer beim Klinikum Ingolstadt. Ab Januar wird wie berichtet Monika Röther in die Geschäftsführung des Klinikums wechseln.

Alexander Zugsbradl hatte Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer am Wahlabend in einem inzwischen gelöschten Tweet als „scharf an der Debilität entlangschrammenden Pflaumenaugust“ bezeichnet. Bereits zuvor hatte er mit einer ähnlichen Äußerung ebenfalls über Twitter für Aufregung gesorgt. Damals hatte er ein Foto von Dick und Doof veröffentlicht und dazu verbreitet, er habe Strafantrag gegen einen SPD Stadtrat und den ehemaligen Klinikumssprecher gestellt. Nach beiden Vorfällen waren Stimmen laut geworden, die die Entlassung Zugsbradls forderten.

Zugsbradl war im Herbst 2016 ans Klinikum Ingolstadt gekommen, nachdem dessen damaliger Geschäftsführer Heribert Fastenmeier wegen der Klinkumsaffäre vom Dienst beurlaubt wurde. Ihm und anderen Beschuldigten im Umfeld des Klinikums wird Untreue vorgeworfen. Staatsanwälte und Polizisten hatten mehrere Durchsuchungen unter anderem in Räumen des Klinikums durchgeführt. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert noch an.