Kleider machen Leute: „Der Hauptmann“ im intv-Kinotipp

Eichstätt (intv) Kleider machen Leute. Das trifft auf unseren heutigen Kinotipp ganz besonders zu. Und er basiert auf einer wahren Geschichte. Willi Herold rennt um sein Leben. Hauptmann Junker glaubt nämlich, dass sich der Gefreite unerlaubt von seiner Einheit entfernt hat. Mehr tot als lebendig findet Willi eine Hauptmannsuniform, die ihm plötzlich unsagbare Macht verleiht. „Er versucht eigentlich so gut es geht zu überleben. Er wird aber dann tatsächlich zu dieser Uniform oder wird zu dieser Uniform tatsächlich gemacht von außen. Bis hin zu einem völlig dekadenten, verwöhnten Prinzen, Diktator, der eben nur noch macht was er will. Und die Macht komplett ausnutzt am Ende.“, erzählt Hauptdarsteller Max Hubacher. Im Chaos der letzten Kriegstage 1945 gelingt es dem 19-jährigen Willi, einige Soldaten um sich zu scharen. Darunter der treue Walter Freytag und der gewaltbereite Kipinski. „Ich glaub einfach, dass er schon gebrandmarkt ist. So zerstört von der Welt in der er sich gerade befindet. Kipinski ist trotzdem jemand, der immer versucht das Beste für sich rauszuholen. Er ist so ein Lebemann. Ein Typ, der immer probiert, das Beste daraus zu machen. Egal in welcher Situation er sich gerade befindet.“, beschreibt Schauspieler Frederick Lau. Das Kriegsdrama ist stark besetzt. Neben Max Hubacher und Frederick Lau sind auch Alexander Fehling, Milan Peschel und Samuel Finzi zu sehen. Regisseur Robert Schwentke drehte, nach einigen internationalen Produktionen, das erste Mal wieder in seinem Heimatland. Beim Deutschen Filmpreis kommende Woche geht „Der Hauptmann“ gleich in mehreren Kategorien ins Rennen, darunter „Bester Film“ und „Beste männliche Nebenrolle“. Das Drama ist ab 16 Jahren freigegeben.