Klage gegen Stadt Eichstätt: Mann fühlt sich durch Frauenparkplätze diskriminiert

Eichstätt (intv) Die Stadt Eichstätt muss sich am Mittwoch vor dem Verwaltungsgericht München verantworten. Stein des Anstoßes sind die 30 Frauenparkplätze, die die Stadt 2016 ausgewiesen hat. Ein Mann aus Rheinland-Pfalz fühlt sich dadurch nämlich diskriminiert und hat Klage gegen die Kommune eingereicht.

30 von 420 Stellplätzen am Freiwasserparkplatz sind extra für Frauen reserviert. Sie sind zur Spitalstadt und zur Altstadt am nähesten gelegen. Die Stadt steht zu ihrer Entscheidung. Die Frauenparkplätze waren eine von mehreren Maßnahmen für mehr Sicherheit nach dem Vorfall im August 2016. „Dieser Maßnahme ging voraus, dass 2016 eine 60-jährige Frau hier in der Gegend vergewaltigt worden ist. Als Reaktion darauf wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, unter anderem hat man festgelegt, dass in nächster Nähe zur Altstadt einige Parkplätze nur den Frauen vorbehalten sind. Die Kennzeichnung ist nur ein Hinweis, das heißt, sie ist nicht bußgeldbewehrt. Wenn sich ein Mann auf einen dieser Parkplätze mit seinem Auto stellt, dann hat er mit keinen Konsequenzen zu rechnen,“ so Bittl gegenüber intv.

Statistisch werden Frauen öfter Opfer von Gewalttaten, so verteidigt er den Standpunkt der Domstadt. Sollte der Kläger aus Rheinland-Pfalz Recht bekommen, muss die Stadt Eichstätt ihre Hinweisschilder abmontieren. Am Mittwoch verhandelt das Verwaltungsgericht die Causa Eichstätt in München.