Kitagebühren: Fakten-Check

Ingolstadt (intv) Zweimal innerhalb weniger Monate wurden in Ingolstadt die Kita-Gebühren erhöht, insgesamt um rund 30 Prozent. Das stößt vielen Eltern und Politikern sauer auf, der Protest ist groß. Heute hat Kulturreferent Gabriel Engert versucht, die Gebührenerhöhung sachlich zu erläutern. Dabei ist er zunächst auf den sogenannten „Anstellungsschlüssel“ eingegangen. Ein schwieriger Begriff, der in Zusammenhang mit der Kita-Gebührenerhöhung immer wieder im Mittelpunkt stand. Denn neben den Gebühren wurde in Ingolstadt auch der durchschnittliche Anstellungsschlüssel erhöht. Das Gesetz schreibt einen Schlüssel von 1:11 vor, Ingolstadt liegt mit 1:10 noch deutlich darunter – obwohl die Stadt erhöhen musste. Das bedeutet aber nicht, dass sich ein Betreuer um 10 Kinder kümmert, so Gabriel Engert.

Thema Gebührenanpasssung: Zweimal hat die Stadt die Gebühren erhöht, einmal zu Beginn des letzten Kindergartenjahres und einmal im Frühjahr diesen Jahres. Viele Eltern gingen deshalb auf die Barrikaden und haben Unterschriften gegen die Erhöhung gesammelt – ohne Erfolg. „Wir haben immer noch mit die günstigsten Gebühren in ganz Bayern, insofern war die Erhöhung nur ein Nachholen eines viel zu großen Unterschieds, den wir im Vergleich zu anderen Städten hatten“, so Engert.  Die letzte Gebührenerhöhung in Ingolstadt fand vor zehn Jahren statt. Ein Fakten-Check, der das ein oder andere Gemüt vielleicht etwas beruhigen wird.