Kirche zwischen Krise und Hoffnung

Ingolstadt (intv) „Eine gute und einvernehmliche Lösung“ soll es geben. So Erzbischof Robert Zollitsch nach seiner Audienz beim Papst, zum Fall des Limburger Bischofs Tebart- van Elst. Die Limburger Bürger fordern dagegen, dass der Bischof sein Amt niederlegen soll. Dies zeigt auch eine sechsfache  Zahl an Kirchenaustritten in dem Bistum.

Das Zölibat, Priestermangel, Kirchenaustritte, die geringe Bezahlung kirchlicher Mitarbeiter und das Thema Kindesmissbrauch. Viele negative Schlagzeilen, mit denen die katholische Glaubensgemeinschaft in jüngster Zeit konfrontiert war.

Auf der anderen Seite weht im erschütterten Haus Gottes seit der Wahl von Papst Franziskus ein neuer Wind. So hat er dafür gesorgt, dass der Vatikan sich gegenüber Homosexuellen und Geschiedenen mehr öffnet. Sein Bestreben, die Armen und Bedürftigen in den Mittelpunkt zu stellen, weckt besonders bei jungen Gläubige große Hoffnungen.

Die Erwartung vieler auf den Beginn einer neuen Zeitrechnung in der Katholischen Kirche scheint also berechtigt zu sein. Einiges wird nun aber davon abhängen, ob die von Franziskus propagierte arme Kirche für die Armen von seinen Bischöfen und Priestern auch vorgelebt wird.