Kirche und Asyl: Diözesanrat tagt in Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Am Wochenende hat der Diözesanrat seine Frühjahrsvollversammlung in Ingolstadt abgehalten. Neben der Neuorganisation der Seelsorgeeinheiten im Bistum Eichstätt, stand auch das Thema „Asylpolitik“ auf der Tagesordnung. Michael Griesbeck, der Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, war als Redner eingeladen. Er informierte die Mitglieder des Rates über die aktuellen Entwicklungen in der Asylpolitik. So stiegen die Zahlen der Asylbewerber in Deutschland seit 2007 enorm an. Allein im Jahr 2013 haben 110.000 Flüchtlinge einen sogenannten Erstantrag gestellt und 17.000 einen Folgeantrag. Die Verteilung der Asylbewerber über die EU-Länder ist nach dem sogenannten Dubliner Abkommen geregelt. Dies besagt, dass das Asylverfahren eines Bewerbers in dem Land durchgeführt wird, in dem er zum ersten Mal EU-Boden betreten hat.

Deutschland nimmt in Europa am meisten Asylbewerber auf. Um eine Betreuung dieser zu gewährleisten, ist ehrenamtliche Hilfe nötig, da nur ein Betreuer auf 150 Asylbewerber kommt. Die kirchlichen Einrichtungen können somit viel für die Asylbewerber leisten. Neben den ohnehin schon vorhandenen Angeboten, wie zum Beispiel die Betreuung von Asylbewerbern durch kirchliche Organisationen, hat sich der Diözesanrat darüber informiert, wie das Asylbewerberverfahren durch die Mithilfe der Kirche noch humaner gestaltet werden kann. So könnten die Gemeinden ein Beschäftigungsprogramm für die Kinder der Asylbewerber ins Leben rufen.