„Kintsugi“ für Wirbelwind Ingolstadt e.V.

Ingolstadt (intv) Häusliche, zumeist sexualisierte Gewalt ist kein Thema, dem man sich gerne stellt. Die Ingolstädter Künstlerin und Geschichtenerzählerin Ulrike Mommendey hat es trotzdem gewagt. Im Rahmen einer Benefizveranstaltung für die Beratungsstelle Wirbelwind Ingolstadt e.V. trägt sie Geschichten von ihrer neuen CD „Kintsugi“ vor. „Kintsugi ist eine Kunst in Japan, Scherben neu zusammenzufügen. Dem Klebstoff mischt man Gold- oder Silberstaub hinzu, der Fokus wird auf die Risse gelegt, aber etwas Neues entsteht. Das fand ich ein passendes Sinnbild“, erklärt Künstlerin Ulrike Mommendey. Sie erzählt ihre Geschichten frei. Mithilfe ihres musikalischen Begleiters Christoph Waldmüller an der Gitarre und einigen ungewöhnlichen Instrumenten, wie beispielsweise die Schlitztrommel, schafft sie Wort-Klang-Räume, in die ihre Zuhörer eintauchen können.

Der Erlös der CDs fließt an die Fachberatungsstelle Wirbelwind Ingolstadt e.V. „Wir sehen uns als Lobby für Opfer von sexualisierter Gewalt. Unsere Hauptaufgabe ist die Beratung von Betroffenen, aber auch die Beratung für Institutionen, Erarbeiten von Schutzkonzepten, Vernetzung, Präventionsarbeit“, so Petra Kufner, die Fachliche Leitung der Beratungsstelle Wirbelwind.