Kinderbuch in Co-Produktion: „Auf nach Narretanien“

„Gerade aus und dann links.“ Alle Menschen in Narretanien schicken den Hofnarr in diese Richtung. Er hat den Auftrag die verrücktesten Dinge der Welt für seinen König bei Hofe zu finden. Wie er auf seiner Reise für wundersame Dinge wie Brezen oder Mehl entdeckt, das können Kinder im neuen Buch von Sepp Egerer und Ute Patel-Mißfeldt entdecken. „Wo kommt eigentlich die Milch her?“ Fragen wie diese müssen Kinder nach der Lektüre des neuen Kinderbuches „Auf nach Narretanien“ nicht mehr stellen.

Die bunten Illustrationen haben Wiedererkennungswert. Sie stammen aus der Feder von keiner geringeren als Hutkönigin und Schlossbewohnerin Ute Patel-Mißfeldt. Bei der Bilderbuchgeschichte waren der Künstlerin keine Grenzen gesetzt. „Man muss sich natürlich in die Kinder hineinversetzen, die müssen das verstehen können. Kinder wollen immer ganz viel gucken, also müssen da immer ganz viele Details auf den Bildern zu sehen sein. Das macht so viel Spaß, sich in Kinder hineinzudenken, das empfehle ich jedem, es ist nicht so schwer“, so Ute Patel-Mißfeldt mit einem Augenzwinkern.

Das Schreiben der Bilderbuchgeschichte fiel auch dem Autor nicht schwer. Der über die Grenzen von Neuburg bekannte Sepp Egerer will Kindern die Magie des Alltäglichen näher bringen.

Ein Kinderbuch auf den Markt zu bringen ist allerdings ein kostspieliges Unterfangen. So hat Egerer im Vorfeld sogar einen Verlag gegründet. Das Buch erscheint zwar erst am 8. Juni, handsignierte Exemplare der ersten Auflage von 1.000 Stück können allerdings bereits im Vorfeld erworben werden. Rein zur Vorfinanzierung: „Ich kann einfach nicht 10.000 Euro mal schnell aus dem Ärmel schütteln, damit ich ein Buch produzieren kann. Daher war es mir wichtig, die Bücher im Vorfeld schon zu verkaufen, mit der Garantie, dass man das Buch danach auch handsigniert bekommt. Damit ich nicht so viel Kredit aufnehmen muss“, erklärt Sepp Egerer in aller Offenheit.

Nächsten Februar bringen Kerstin und Sepp Egerer den Stoff von Narretanien auf die Bühne. Mit dem Buch wollen sich Illustratorin und Autor auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016 bewerben. Damit nicht nur Neuburgs Kinder die Reise nach Narretanien antreten.