Keine Perspektive: ersten Asylbewerber rückgeführt

Ingolstadt (intv) Eine Chartermaschine hat erstmals  kosovarische Asylbewerber aus dem neuen Aufnahme- und Rückführungszentrum in Ingolstadt/Manching zurück in ihre Heimat gebracht. „Mit der Inbetriebnahme dieser speziellen Aufnahme- und Rückführungseinrichtung in Ingolstadt/Manching und demnächst auch in Bamberg können wir die Bearbeitungszeit für Asylanträge und das weitere Verfahren auf wenige Wochen verkürzen und damit auch die Zeit der Ungewissheit für die Asylsuchenden“, so Innenminister Joachim Herrmann. In der Aufnahme- und Rückführungseinrichtung für Asylbewerber mit geringer Bleibeperspektive in werden Asylverfahren aus den Westbalkanstaaten im Zusammenwirken aller Behörden beschleunigt abgewickelt. Mit der heutigen Sammelrückführung von 111 Asylbewerbern haben die bayerischen Behörden in diesem Jahr bereits 2423 Ausländer, die nicht freiwillig ihrer Ausreiseverpflichtung nachgekommen sind, aus Deutschland in ihre Heimatstaaten zurückgebracht – 1592 im Rahmen von bislang 19 Sammelrückführungen. Darüber hinaus sind schon weit über 6.000 Ausländer wieder freiwillig ausgereist, darunter über 2.300 Kosovaren, über 1.000 Serben, über 500 Bosnier, jeweils über 300 Mazedonier und Albaner.