Kein Wintereinbruch auf dem Arbeitsmarkt

Ingolstadt (intv) Die Zahl der Arbeitsplätze in Bayern hat einen historischen Höchststand erreicht, so Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller. Mehr als fünf Millionen Menschen waren zum Jahresende im Freistaat sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Arbeitslosenquote in Bayern ist im Dezember mit 3,7 Prozent die beste aller Bundesländer.

Auch in der Region hat sich im vergangenen Monat kein Wintereinbruch am Arbeitsmarkt gezeigt. Die Arbeitslosenzahlen stiegen im Vergleich zum November nur leicht an. Deshalb fällt Thekla Schlör, der neuen Leiterin der Agentur für Arbeit Ingolstadt, der Rückblick auf das Jahr 2013 leicht. Trotz Wirtschaftskrise und einer zögerlichen weltwirtschaftlichen Entwicklung sei der Arbeitsmarkt in der Region sehr stabil gewesen. Mit einer Arbeitslosenquote in Ingolstadt von 2,2 Prozent könne insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt werden.

So lange Schnee und eisige Temperaturen ausbleiben, ist Arbeit im Freien ohne Weiteres möglich. Die recht milden Temperaturen im Dezember sorgten somit dafür, dass der übliche winterliche Anstieg der Arbeitslosenzahlen sehr gering ausfällt. Dies ermöglicht einen positiven Blick auf die mögliche Entwicklung des Arbeitsmarktes im Jahr 2014. So werde nach Thekla Schlör die Arbeitslosenquote in der Region weiterhin niedrig bleiben. Die eigentliche Herausforderung für das neue Jahr sei der Fachkräftemangel. Der Arbeitskräftemarkt sei quasi leer gefegt, weshalb auch Fachkräfte von Außerhalb angeworben werden müssten. Hierfür müsse jedoch in der Stadt erst geeigneter Wohnraum geschaffen werden.

Die Vollbeschäftigung in der Region bedeutet also nicht, dass es für die neue Leiterin der Agentur für Arbeit nichts zu tun gibt. Rund 2.900 gemeldete freie Stellen müssen besetzt werden.

Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick:

Ingolstadt: 3,4 %

Eichstätt: 1,3 %

Neuburg: 2,1 %

Pfaffenhofen: 2,0 %

Neumarkt: 2,1 %

Weißenburg: 3,4 %