Kein Spiel: Vandalismus auf Ingolstadts Spielplätzen

Ingolstadt (intv) Wer in diesen Tagen zum Jugendspielplatz beim Ingolstädter Volksfestplatz will, steht vor einem Bauzaun. Abgeriegelt ist der Platz. Der Grund: wiedereinmal haben Unbekannte das Hockeyfeld verwüstet. Bei Scherben auf dem Platz ist an sicheres Spielen nicht zu denken. Leider kein Einzelfall in Ingolstadt.

Die Scherben sind frisch. Erst gestern haben Mitarbeiter des Gartenamtes den Platz gereinigt. Jemand muss die Flasche über den Baustellenzaun geworfen haben. Ulrich Linder vom Gartenamt fehlt da jedes Verständnis. Der Jugendspielplatz am Volksfestplatz ist ein Brennpunkt, was den Vandalismus auf Spielplätzen angeht.

Die Folge nach den neuesten Vorfällen: die Stadt muss den Platz sperren. 135 Spielplätze gibt es in Ingolstadt. Jeden Tag sind drei Trupps des Gartenamtes unterwegs, unterstützt von Fremdfirmen. Eine Hauptbeschäftigungen der gelernten Gärtner: Müll wegräumen. Viele lassen den einfach liegen, auch wenn der Mülleimer daneben steht.

Die Stadt bäugt Vandalismus vor, indem sie nur noch besonders robuste Spielgeräte aufstellt. Aber selbst das hilft nicht immer. Am Spielplatz am Corelliweg haben Vandalen ganze Hölzer aus dem Klettergerüst gerissen. Das Spielgerät war gerade eine Woche alt und schon zerstört. Die Sanierungskosten lagen über 12.000 Euro. Auch jetzt fehlt schon wieder eine Kette am Gerüst.

Auch das Aufräumen geht ins Geld. Ein Beispiel: Allein den Müll im Ingolstädter Klenzepark wegzuräumen kostete im vergangenen Jahr über 40.000 Euro. Die Entsorgung ist da noch nicht dabei. Am Ende zahlt in solchen Fällen der Steuerzahler.

Dabei geht es bei Spielplätzen doch eigentlich nur ums Spielen.