Kassenärztliche Vereinigung will Schrobenhausener Notdienste abschaffen

Schrobenhausen (intv) Nachdem Schrobenhausen immer noch mit der Schließung der Geburtstation zu kämpfen hat, kommt jetzt ein weiteres Problem dazu. Kommendes Jahr soll es in der Lenbachstadt keine Notdienste mehr geben. Medienberichten zufolge, sei der Hausärztemangel Schuld an dieser Maßnahme.

Wie die Schrobenhausener Zeitung berichtet will die Kassenärztliche Vereinigung, kurz KV, die Notdienste in Schrobenhausen abschaffen. Vorraussichtlich ab März 2018. Wer also dann am Wochenende einen Arzt benötigt, muss in eine Bereitschaftspraxis nach Neuburg, Ingolstadt oder Eichstätt fahren.

„Die meisten werden nicht nach Ingolstadt oder Neuburg fahren, sondern hier ins Krankenhaus. Die Notaufnahme ist für solche Patienten aber nicht zuständig und müsste sie eigentlich weiterschicken. Das Krankenhaus wird das aber nicht tun. Das führt allerdings dazu, dass die Vergütungssätze so miserabel werden und sich somit das Defizit des Krankenhaus erheblich erhöhen wird.“, schildert Schrobenhausens Bürgermeister Karlheinz Stephan.

Der Stadtrat hat aus der Zeitung von der Maßnahme erfahren. Viele Fragen sind daher offen. Das Gremium hat den Bürgermeister nun damit beauftragt, einen Vertreter der KV in eine Stadtratssitzung zu holen.