Kardinal Marx würdigt Flüchtlingshilfe der Caritas Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Das Kreuz von Lampedusa stand neben dem Rednerpult. Mannshoch, gefertigt aus den Planken eines gestrandeten Schiffes, auf dem Flüchtlinge einst versucht hatten, Europa zu erreichen. Ein italienischer Schreiner auf der Insel hat es gebaut. Als Symbol für die Verantwortung aller Christen gegenüber denen, die oft nur noch das blanke Leben retten können. Die Caritas Pfaffenhofen hat dieses Symbol aus München geholt und in ihren Gruppenraum gestellt. Der Anlass dafür war ein besonderer: Dort war Kardinal Reinhard Marx zu Gast. Und zwar gezielt hier in Pfaffenhofen, denn hier engagieren sich besonders viele Menschen für Asylbewerber. Die waren auch unter den vielen Gästen, die Kardinal Marx aus nächster Nähe erleben konnten. Dafür sorgte auch ein Rotationsprinzip für alle prominenten Gäste, ähnlich dem Speed-Dating. Etwa alle zehn Minuten klingelte der Leiter des Caritas-Zetrums Norbert Saam mit seiner Glocke. Dann war nicht nur Kardinal Marx, sondern auch Landtagsabgeordneter Karl Straub und Landrat Martin Wolf aufgefordert, den Tisch zu wechseln. Damit möglichst viele Ehrenamtliche und  Flüchtlinge mit den Prominenten ins Gespräch kommen konnten. Davon machten sie auch gern Gebrauch. Wer geflohen ist und wer diesen Menschen hilft, hat viel erlebt – und viel zu erzählen. Kardinal Reinhard Marx bewies dabei, dass er nicht nur gut reden, sondern auch gut zuhören kann.

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