Kameras auf dem Schulgelände

Schrobenhausen (intv) Wir kennen Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, bei Festen oder im Nahverkehr. Ungewöhnlich sind dagegen Kameras in Schulen. Vor gut zwei Jahren hat die Mittelschule in Schrobenhausen Videokameras auf dem Schulgelände installiert – begleitet von viel Kritik. Jetzt hängen Kameras auch an den Eingängen zum Schrobenhausener Gymnasium.

Insgesamt hat die Schule sechs Videokameras installiert, an allen Eingängen und im Pausenhof. Die dienen allerdings nicht der Überwachung der Schüler, sondern sollen das Gefühl von Sicherheit erhöhen, erklärt die Schulleitung. Vor allem, da die Schule auch abends für vhs-Kurse offen steht.

„Wir sind nicht das erste Gymnasium in Bayern, dass Videoüberwachung einführt. In München gibt es fast kein Gymnasium mehr, dass keine Kameras hat. Es gibt immer wieder Fälle, wo es hilfreich war zu sehen, was im Umfeld der Schule passiert ist. Wir wollten diese Möglichkeit auch für uns haben.“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Hilmar Schmidt.

Vor gut zehn Jahren ist die Idee mit den Videokameras das erste Mal aufgekommen. Da wurde einem Schüler das Fahrrad gestohlen. Nach vielen Diskussionen und Gesprächen hat die Schule in den letzten eineinhalb Jahren alles in die Wege geleitet.

„Wir haben das oft mit dem Elternbeirat besprochen. Die Klagen von Schülern, deren Fahrräder mal beschädigt wurden, sind über die Eltern an uns herangetragen worden. Mit den Schülern selbst hat es keine großen Gespräche gegeben, aber sie sind auch nicht das Ziel der Überwachung.“, so Schmidt weiter.

Die Aufnahmen bleiben zwei Tage lang gespeichert und werden dann wieder überspielt. Einsehen kann die Schule das Material nur, wenn die Polizei mit dabei ist. Noch zeichnen die Videokameras nicht auf. Das wird vermutlich erst in gut drei Wochen passieren, nachdem das Landratsamt, die Schulleitung und die Datenschutzbeauftragte zu einem letzten Gespräch zusammengekommen sind.