Johannes Meier wird mit messender Säge Vize-Bundessieger bei „Jugend forscht“

Neumarkt (intv) Bäume fällen, Baumstämme sägen. Waldarbeit kostet Kraft und Zeit. Beides spart man zu 50 Prozent mit der neuen Erfindung von Johannes Meier aus Berngau. Der Auszubildende bei Pfleiderer entwickelte eine messende Motorsäge und überzeugte damit die Jury von „Jugend forscht“, regional, landes- und bundesweit. Seit Sonntag darf sich der 18-jährige mit 2 Titeln schmücken Vize-Bundessieger im Fachbereich Arbeitswelt und Sonderpreisträger für Azubis zum Thema Mensch-Arbeit-Technik. Johannes Meier möchte Waldarbeitern das Leben erleichtern. Zu diesem Zweck entwickelte er eine Messvorrichtung für Kettensägen, die es dem Bediener ermöglicht, gefällte Bäume ohne weitere Hilfsmittel schnell und präzise in Stücke von vorgegebener Länge zu zerlegen. Dafür muss der Stamm lediglich mit der rollenden Sägekette abgefahren werden. Auf einem Display, das in die Luftfilterabdeckung der Säge integriert ist, wird die zurückgelegte Strecke angezeigt. Dieses Prinzip des Maßnehmens ist vom Fahrrad-Tachometer bekannt: Am Umfang des Kettenantriebsrads sind in gleichmäßigen Abständen sieben kleine Magneten angebracht. Die rollende Kette dreht das Rad und die Magneten werden so an einem Sensor vorbei bewegt. Aus den Magnetimpulsen errechnet ein Mikrocontroller dann die zurückgelegte Strecke.