Jazzförderpreisträger zusammengetrommelt

Ingolstadt (intv) Derzeit hat eine bestimmte Musikrichtung Hochsaison in Ingolstadt. Dank den Jazztagen swingt und groovt die ganze Stadt. Für ein Konzert im Rahmen des umfangreichen Programms schließen sich sogar die Jazz-Förderpreisträger auf der Schanz zusammen. Das Ergebnis sind nicht etwa die Söhne Mannheims, sondern vielmehr die Söhne und Töchter Ingolstadts. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen, Freising, Osnabrück oder sogar Wien. Für die Proben treffen sie in Ingolstadt zusammen, jammen, harmonieren.

Sie alle sind Talente an ihren Instrumenten, beinahe alle ehemalige Jazzförderpreisträger. Die meiste Erfahrung hat wohl Charly Böck an den Congas. Er hat die Gruppe buchstäblich zusammengetrommelt und koodiniert. „Wir haben nach kurzer Zeit gesagt, jetzt mach‘ ma was zusammen. Und das ist auch der Gedanke des Projekts, es soll ein Anstoss sein für Nachwuchskünstler, dass die jungen Leute ein Forum haben, oder ein Möglichkeit mitzumachen. Das Konzert morgen ist der Startschuss. Es soll einfach so weitergehen, denkbar auch in anderer Besetzung, jeder kann dazukommen“, so Böck.

Mit dem Projekt wollen die Söhne und Töchter Ingolstadts Impulse für die dortige Jazzszene setzen. Seit Januar gibt es die Konstellation. Neben Böck sind auch Bernhard Hollinger und Oliver Mochmann an Bass und Gitarre ehemalige Jazzförderpreisträger. Jüngstes Mitglied der Runde hat die Auszeichnung erst vor gut zwei Wochen entgegennehmen dürfen. Der 21-jährige Matthias Hetzer. Er studiert mittlerweile Jazz-Schlagzeug in Osnabrück.

Zu den Herren hat sich auch eine Dame eingefunden: Gabriella Martini steuert feminine Töne zur Combo bei. Ob Bob Marley, Marvin Gay, Miles Davis, Eigenkompositionen oder Funknummern wie „Use me“: Die Gäste erwartet morgen beim Konzert im intimen Rahmen viel Abwechslung, aber auch ganz leise Töne.