Interimspräsidium tritt an Spitze der KU

Eichstätt (intv) Die Katholische Universität (KU) Eichstätt-Ingolstadt soll von einem vierköpfigen Interimspräsidium geleitet werden, dessen Amtszeit mit dem Abschluss eines neuen Wahlverfahrens, spätestens aber nach zwei Jahren, enden wird. Dies beschloss der Stiftungsrat der KU in seiner Sitzung am Montag, 14. Juli. Der Stiftungsrat hat sich aus mehreren Gründen für die Einsetzung eines Teams zur Leitung der Universität entschieden. Zum einen erhofft sich der Träger,  dadurch eine breite Basis für Entscheidungsprozesse zu schaffen sowie die Möglichkeit, unterschiedliche Sichtweisen zu integrieren. So soll die Universität auch für die Interimsphase bestmöglich stabilisiert werden. Das Interimspräsidium soll zum schnellstmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch zum 1. Oktober seine Arbeit aufnehmen.

Interimspräsidentin wird die bisherige Vorsitzende des Akademischen Senats der KU, Gabriele Gien (52). Die gebürtige Münchnerin hat seit dem Jahr 2007 den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur inne, ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Leseforschung, kreative Schreibprozesse und internationale Lehrerbildung. Gien war bereits von 2009 bis 2011 als Vizepräsidentin der KU tätig, seit 2013 saß sie dem Senat vor. Ihr stehen drei Vizepräsidenten zur Seite. Es sind dies die Professoren Markus Eham (56), Gernot Müller (43) sowie der emeritierte Sozialpsychologe Rudolf Fisch (75). Eham ist Professor für Liturgik, Musik und Stimmbildung an der Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit der KU, Müller ist Professor für Klassische Philologie an der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät. Fisch war bereits von 2008 bis 2009 als Interimspräsident der KU tätig.

Gabriele Gien hat bereits Erfahrung in der Leitung der KU, als Vorsitzende des Senats verfügt sie über Akzeptanz innerhalb der Universität, wobei sie dieses Amt mit Übernahme der Interimspräsidentschaft niederlegen wird. Markus Eham als Vertreter der Fachhochschule wird schwerpunktmäßig für Studium und Lehre zuständig sein, Gernot Müller für das Thema Profilentwicklung. Rudolf Fisch wird sich um den Bereich Forschung kümmern, was angesichts seiner einschlägigen Erfahrung als Organisationsentwickler und der mit dem Entwicklungsplan notwendigen Identifizierung von Forschungsschwerpunkten nahe liegt.

Der Stiftungsrat dankt dem zukünftigen Leitungsteam für die nicht selbstverständliche Bereitschaft, jetzt in einer nicht spannungsfreien Zeit im Interesse der Universität diese Aufgabe zu übernehmen.