Interessengemeinschaft gegen weiteres Gewerbegebiet Ilmendorf

Ilmendorf (intv) „80 Prozent der Bevölkerung sind dagegen!“ Das behauptet Franz Wittmann, der Sprecher der Interessengemeinschaft „Lebenswertes Ilmendorf“ und bezieht sich damit auf ein geplantes Gewerbegebiet nördlich der Bahngleise. Auch Menschen aus dem Nachbarort Hartacker, der schon zu Vohburg gehört, waren gekommen, um ihren Widerstand gegen diese Pläne kund zu tun. Wer genau sich eigentlich auf den umstrittenen 25 Hektar ansiedeln will, das darf Bürgermeister Christian Staudter nicht verraten. Das musste er dem Unternehmen für die Planungsphase versprechen. Die Firma soll gerüchteweise für die Autoindustrie arbeiten. Fest steht eins: Das geplante Werk braucht einen Gleisanschluss – und deshalb gibt es laut Christian Staudter im ganzen Landkreis Pfaffenhofen keinen besseren Standort. Die Interessengemeinschaft, die auch schon hunderte von Unterschriften gesammelt hat, ist ganz anderer Meinung. Sie befürchtet noch mehr Lärm und Verkehr und den Verlust von Natur. Bis zu 80 LKW am Tag werden die Firma ansteuern, gibt Christian Staudter zu. Aber von Lärm kann keine Rede sein, schließlich fahren diese Laster über das bestehende Gewerbegebiet direkt auf die B 16 und damit an Ilmendorf mit einem Kilometer Abstand vorbei. 250 zusätzliche Arbeitsplätze sollen am neuen Standort enstehen, genau so viele bringt das Unternehmen vom bisherigen mit, versichert der Bürgermeister. Berufsschäfer Michael Pröll sieht dagegen seine Existenz gefährdet, sollten die Pläne umgesetzt werden. Sein gepachteter Stadl steht auf einem der Grundstücke, die dafür verkauft werden müßten. Naturfreund und Schmetterlingsfotograf Robert „Dackel“ Hirmer sorgt sich um den Lebensraum der Insekten und um das Naherholungsgebiet für die Vohburger, das der Industrieansiedlung zu Opfer fallen würde.

 

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