Integrationscampus: THI informiert Unternehmer

Ingolstadt (intv) Es ist ein bundesweit einzigartiges Projekt: der Integrationscampus in Neuburg. Im Oktober vergangenen Jahres sind 19 Flüchtlinge in das erste Semester gestartet. Doch das Vorhaben geriet ins Wanken. Die Technische Hochschule holt die Flüchtlinge nun nach Ingolstadt, mit einer besseren Bindung an den Campus und an Unternehmen.

Die haben sich am Mittwochnachmittag über das Flüchtlingsstudium der THI informiert. Einige möchten mit den Integrationscampus-Teilnehmern in Kontakt kommen, ihnen einen Einblick in ihr Unternehmen ermöglichen. Eine riesen Chance für die 13 verbliebenen Flüchtlinge. Deren anfängliches großes Interesse ist über die Monate mehr und mehr verflogen.

„Für den ein oder anderen war das Studium schlichtweg zu anstrengend. Die meisten haben uns aber wegen der Situation in Neuburg verlassen. Trotz der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis, haben sich die Studenten einfach isoliert gefühlt. Die Rahmenbedigungen sind bei Weitem nicht so gut wie hier am Campus.“, erklärt THI-Vizepräsident Thomas Doyé.

Ab kommender Woche werden die Flüchtlinge deshalb in Ingolstadt lernen. Allerdings ist noch nicht geklärt, wo sie wohnen sollen. Doyé hofft, dass die Studenten bereits im April umziehen können. „Da laufen gerade die Gespräche mit dem Sozialministerium. Ich bin aber guter Dinge, dass wir in Kürze eine endgültige und positive Entscheidung bekommen werden.“

Für das Wintersemester möchte die THI bayernweit Werbung für den Integrationscampus machen und so mehr Flüchtlinge auf ein Studium vorbereiten. Und vielleicht kann der ein oder andere auch gleich in einem Unternehmen Fuß fassen.