Integration durch Engagement: Asylbewerber in Hohenwart

Hohenwart (intv) „Sie sagen, sie wären Moslems. Aber ich weiß nicht was das für Moslems sein sollen. Sie töten Kinder, Frauen, Unschuldige. Aber das ist nicht islamisch. Das lehrt der Koran nicht!“ Besmillah ist in Afghanistan geboren. Im Krieg. Denn der herrscht dort seit Jahrzehnten. Als junger Bursche gelang es ihm nach Russland zu kommen. Doch von dort wurde er nach sieben Jahren wieder zurück in seine Heimat geschickt. Ohne Perspektive ist er erneut aufgebrochen – und in Hohenwart gelandet. Dort lebt er jetzt mit 14 weiteren jungen Männern in einem einstöckigen Haus. Bürgermeister Manfred Russser schätzt das Gebäude auf 180 Quadratmeter. Die  Zimmer sind eigentlich für 18 Personen gedacht. Doch auch mit 15 Bewohnern ist es jetzt schon eng genug. Früher lebten hier zwei Familien mit kleinen Kindern. Für sie hat der Bürgermeister bessere Bleiben gefunden. Denn die beiden Mütter haben jeweils ein weiteres Kind bekommen. Kleidung- und Spielzeugspenden für die Kleinen sammelt unter anderem Silvia Stark, zusammen mit einigen anderen Ehrenamtlichen. Sie helfen nicht nur bei der dezentralen Unterbringung, sondern auch bei Behördengängen und Anträgen. Dadurch konnte zwei Asylbewerbern Arbeit in der Produktion vermittelt werden. Zwei weitere stehen in Kontakt zum Entsorgungsunternehmen Giegler. Silvia Stark versucht außerdem vier Ausbildungsplätze bei der Firma Bauer für die jungen Männer zu vermitteln. Andere leisten gemeinnützige Arbeit, zB. beim Bauhof oder im Klostergut des Regens-Wagner-Werks.

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