Ingolstädter Kanalnetz: Größtes Kunststoffrohr setzt neuen Maßstab

Ingolstadt (intv) Autofahrern in Ingolstadt der Verkehrsabschnitt sicher bestens bekannt. An der Kreuzung Ettinger Straße, Richard-Wagner-Straße wird immer noch fleißig gebaut. Nach der Unterführung ist nun das Kanalnetz an der Reihe. Und auch hier wird in großen Dimensionen gedacht und gebaut. Das besondere: die Rohre aus Plastik sind mannshoch.

Genauer gesagt haben die Rohre einen Durchmesser von 1 Meter 80 und sind damit im Ingolstädt Kanalsystem die größten verbauten Kunststoffrohre. Das hat vor allem den Vorteil, dass die Rohre um ungefähr ein Fünftel leichter sind, als die bisher verlegten Stahlbetonrohre und ein Kunststoff-Bauteil auch fast doppelt so lang ist. Insgesamt wiegt ein solches Polyethylen-Rohr 700 Kilo und ist sechs Meter lang.

Durch dieses Rohr sollen dann später sowohl das Abwasser der Betriebe und Haushalte im Nord-Westen der Stadt, als auch das Regenwasser abtransportiert werden. Aber bis das erste Abwasser durch das neue Kanalsystem fließen kann, stockt der Verkehr. Schon bei der Planung wurde darum auf einen möglichst reibungslosen Ablauf geachtet.

Noch sind die Bauarbeiter damit beschäftigt den Graben für die Rohre auszuheben, aber ab Montag sollen die ersten überdimensional großen Kunststoffrohre verlegt werden.