Ingolstadt ist „Fairtrade Town“

Ingolstadt (intv) „In Ingolstadt leben Menschen, denen Ethik und Moral etwas wert ist“, mit diesen Worten nahm Oberbürgermeister Alfred Lehmann das Siegel „Fairtrade Town“ vom Verein Transfair entgegen. Ingolstadt ist damit nun die 233. Stadt, die sich mit dem Siegel für fairen Handel schmücken darf. Allerdings können die Schanzer hier ausnahmsweise keine Vorreiterrolle einnehmen, Ingolstadt ist eine der letzten Großstädte in Bayern, die diesen Schritt gewagt hat. Vor allem der Ingolstädter Weltladen trägt das neue Siegel mit stolz, war er es doch, der Ingolstadts Bewerbung zur „Fairtrade Town“ vor zwei Jahren angestoßen hatte. Seit 1982 ist er feste Institution in Ingolstadt ist. Zusammen mit ihrem Team von bis zu 60 Ehrenamtlichen, bietet Geschäftsführerin Karin Swientek ihren Kunden fair gehandelte Produkte aus aller Welt an, darunter Schokolade, Zucker, Wein oder Kaffee für einen festgesetzten Mindestpreis, der über dem Weltmarktpreis liegt. So wird den Produzenten aus südlichen Entwicklungsländern ein verlässliches Einkommen ermöglicht. „Die Mühe hat Früchte getragen, doch die Ingolstädter dürfen sich jetzt aber nicht auf ihren Loorbeeren ausruhen“, so Swientek. Das Siegel gilt nur für zwei Jahre, dann muss das Bewerbungsverfahren neu durchlaufen werden.