Ingolstadt Dukes feiern Vorentscheidung im Aufstiegsrennen

Ingolstadt (intv) Die Ingolstadt Dukes haben es geschafft – das Ziel Zweite Bundesliga ist seit Samstag-Abend endlich Wirklichkeit geworden. Nach sieben Siegen in Folge konnte die Mannschaft von Eugen Haaf mit den München Rangers auch die letzte noch ernst zu nehmende Hürde im Aufstiegsrennen nehmen, wenn auch wortwörtlich in allerletzter Minute.

Die Gäste waren in der Regionalliga Süd die einzige Mannschaft, die die Aufstiegspläne der Herzöge noch durchkreuzen konnte, und das bekamen die Ingolstädter wie schon im Hinspiel zu spüren.

In einer schwachen ersten Hälfte dominierten auf beiden Seiten die Abwehrreihen und ließen keinerlei Punktgewinne der Offensive zu. Die Hausherren hatten zwar einige Ausfälle und angeschlagene Spieler zu beklagen, aber vor allem Quaterback Pat Carey erwischte zunächst einen rabenschwarzen Tag. Das Kurzpass-Spiel des US-Boys fand nur selten einen Abnehmer, zu schlecht geworfenen Bällen gesellten sich teilweise konfuse Laufwege, die es einer kompakten Gäste-Defense alles andere als schwer machte, die Null zu halten. Das galt aus Ingolstädter Sicht zum Glück auch für die eigene Abwehr, so dass es mit einem mageren und enttäuschenden 0:0 in die Kabinen ging.

Auch in Hälfte Zwei zunächst das gleiche Bild. Kaum Raumgewinne auf beiden Seiten, erst kurz vor Ende des dritten Viertels kam endlich Schwung in ein bis dahin schwaches Spitzenspiel. Eine Bogenlampe von Carey fand in George Robinson doch noch ihr Ziel – der erste Touchdown des Spiels und die 6:0-Führung für die Hausherren. Aber die deutlich gefälligere Offensive der Gäste gleich mit der direkten Antwort. Quaterback Julian Zettl überlässt Philip Kunze den Ball, der die Lücke zum 6:6-Ausgleich findet. Und anders als die kurz geschockten Ingolstädter ließen die Rangers den Extra-Punkt nicht liegen und gingen somit sogar mit 6:7 in Führung.

Aber diese bis dato unbekannte Situation wurde von den Hausherren dann doch mit Bravour gemeistert. Pat Carey behielt zwei Minuten vor Schluss die Nerven, sein Zuspiel in die Endzone von Andrew Blakley dankend angenommen, der zweite Touchdown der Hausherren und mit einer erfolgreichen 2-Point Conversion die Führung sogar auf 14:7 ausgebaut.

Die Gäste konnten zwar kurz vor Schluss noch auf 14:13 verkürzen, aber ein erfolgreicher Block der Dukes konnte den Last-Minute-Ausgleich verhindern.

Mit nun acht Siegen in Folge, einem blütenweißen direkten Vergleich und nur noch vier ausbleibenden Spielen ist der Traum von der zweiten Liga nun endlich Wirklichkeit. „Wir verlassen nun den Goldfisch- und Karpfenteich und können uns endlich mit den großen Jungs, mit den Haifischen messen“, so ein sichtbar erleichterter Head Coach Eugen Haaf zum erlösenden Aufstieg in Liga Zwei.