InCampus als Vorbild: Manchinger Bürgerinitiative informiert sich

Ingolstadt/ Manching (intv) In Ingolstadt gehts doch auch. Das dachten sich die Mitglieder der Bürgerinitiative PFC Flugplatz Manching gestern Nachmittag, den 17. Oktober 2018 beim ehemaligen Bayern-Oil-Gelände, als sie sich dort die Sanierung des PFC-belasteten Bodens ansahen. Zu diesem Termin haben sie auch einige Politik-Vertreter eingeladen, in der Hoffnung dass sie mit dem Vergleichsmodell die Sanierung des Flugplatzes vorantreiben können.

Die Sanierungsarbeiten sind bereits seit Mitte des Jahres im vollen Gange. Auf den rechtlich komplexen Sanierungsplan, auf den die Bürgerinitiative für den Flugplatz Manching schon sehnlichst wartet, wurde in Ingolstadt aus zeitlichen Gründen erstmal verzichtet. Die Umweltschutzabteilung der Audi AG und die zuständigen Behörden haben eine effektivere Lösung gefunden, wie Andrea Robien erklärt:
„Wir haben uns nach allen Voruntersuchungen entschlossen einen Sanierungsvertrag zu schließen. Dort ist nur die Fläche und der festgelegte Sanierungswert enthalten. Und im ständigen Beisammensein haben wir die nötigen Genehmigungen, wie die wasserrechtlichen Genehmigungen, die Bundesemissionschutzrechtlichen Genehmigungen im Gespräch mit den zuständigen Behördenvertretern nachgezogen.“ Auch dass die Vorbesitzer im Vorfeld schon ein paar Untersuchungen angeleiert hatten, machte die Sanierung schneller möglich. Dennoch haben die Umweltschutz-Experten des Autobauer noch drei Jahre Planung investieren müssen, bevor sie mit der Sanierung beginnen konnten. Die Vertreter der Bürgerinitiative sind von dem schnellen Vorgehen begeistert. Der Vorstand der Bürgerinitiative PFC Flugplatz Manching Michael Weichenrieder ist aufgebracht: „Ich fands hochinteressant, dass die Stadt Ingolstadt schon 2016 angeordnet hat, dass eine Abstromsicherung errichtet werden muss, um quasi den Eintrag des PFC in die Donau oder das Grundwasser zu verhindern. Auf der anderen Seite sieht das Landratsamt Pfaffenhofen 10 km entfernt das nicht als notwendig an so eine Maßnahme zu ergreifen, also das ist schon irgendwie schizophren.“

Vom Landratsamt ist kein Vetreter der Einladung gefolgt. Landtagsabgeordneter Karl Straub (CSU) will sich dem Thema Abstromsicherung annehmen und sich mit der Stadt Ingolstadt in Verbindung setzen: „Bei uns heißt es momentan, dass keine Gefahr für Leib und Leben besteht und hier wurde ein Bescheid für eine Abstromsicherung erlassen, und da möchte ich nun die rechtliche Grundlage erfahren.“

Eine Informationsveranstaltung die Eindruck hinterlassen hat und Wirkung zeigt – dennoch heißt es für die Bürgerinitiative weiterhin: Abwarten und hoffen, dass sich am Flugplatz Manching bald etwas tut.