In den ländlichen Raum: Tag der offenen Behördentür in Weißenburg

Weißenburg (intv) Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sollen sich in den nächsten Jahren vier Behörden des Freistaats Bayern niederlassen. Die Behördenverlagerung in den ländlichen Raum ist Teil der Heimatstrategie, die das Bayerische Finanzministerium 2015 ins Leben gerufen hat.

„Wir haben mit dieser Behördenverlagerung ganz allgemein eine Struktuverbesserung in diesem strukturschwachen Raum erlebt. Und es ist ein reger Behördernverkehr. Es kommen viele Besucher zur Landesstelle für nichtstaatliche Museen und zum Limeskoordinater. Sie erleben diese schöne Stadt und kommen viellleicht wieder. Das erhöht die Kaufkraft, die wirtschaftliche Stärke.“, erklärt Landrat Gerhard Wägemann.

Am Samstag haben alle bereits umquartierten Behörden in Bayern ihre Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Auch die Landesstelle für nichtstaatliche Museen, die im September 2016 nach Weißenburg gezogen ist. Mittlerweile arbeiten zehn Personen dort, beraten und fördern über 1.000 Museen in ganz Bayern. Zum Tag der offenen Behördentür hat sich auch der Bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle ein Bild vor Ort gemacht.

„Wir sehen ganz konkret für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, dass hier im Endausbau 150 hochqualifizierte Arbeitsplätze verlagert und auch neu besetzt werden. Weißenburg ist mit dem bayerischen Zentrum des Limes, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das ist zum einen ein natürlicher Anknüpfungspunkt. Und zum anderen ist es die geographische Lage, weil hier natürlich im Mittelpunkt Bayerns, mit entsprechendem fachlichen Publikumsverkehr, ein passender Standort gefunden ist.“, so der Minister.

Vor allem die neuen Stellen tun dem Landkreis gut. Mit einer Arbeitslosenquote von aktuell 3,6% hinkt Weißenburg-Gunzenhausen, im Vergleich zu den anderen Landkreisen in der Region, etwas hinterher. Geplant ist allerdings, dass bis Ende dieses Jahres in den dortigen Behörden des Freistaats, 70 Menschen eine neue Arbeit gefunden haben.