Immer mehr Wildschweine in Bayern

Oberdolling / Ilmendorf (intv) Milde Winter und immer mehr Futterquellen, zum Beispiel in Form von Maisfeldern. Wildschweine leben in Bayern derzeit wie im Paradies. Und dies wirkt sich direkt auf ihre Fortpflanzungsrate aus. Statt nur einmal tragen die Tiere nun zwei Mal jährlich Junge aus.

In der vergangenen Jagdsaison wurden rund 66.000 Wildsäue von den Jägern erlegt. 2.500 davon alleine im Landkreis Eichstätt. Trotz der hohen Abschussrate steigt die Population der Tiere weiter an. Und mit ihnen auch die Schäden, die sie verursachen.

Für die Landwirte ist die Lösung klar; Es müssen noch mehr Tiere abgeschossen werden. Das würden die Jäger zwar gerne tun, jedoch benötigen sie dabei Unterstützung, wie uns Peter Smischek, Vorsitzender des Ingolstädter Jägervereins, verriet. Die Landwirte müssten dafür sorgen, dass in den Maisfeldern, die am meisten von den Wildschäden betroffen seien, Schussschneisen vorhanden sind. Denn nur so könnten die Jäger die Schweine in den Feldern auch sehen. Zudem dürften die Bauern die Felder nicht zu nah an den Wald machen, so Smischek.

Landwirt Manfred König aus Ilmendorf würde zwar gerne solche Schneisen in sein Feld machen, er weiß jedoch nicht wo diese am besten sind. Er benötigt hierfür also wiederum einer Beratung durch die Jäger. Somit ist klar; Nur zusammen können Jäger und Landwirte die Wildschäden in Grenzen halten und die Population des Schwarzwilds eindämmen.

Doch auch die Politik ist gefragt. So können die Tiere nur nachts gejagt werden, da sie nur da aus ihren Verstecken kommen. Eine Jagd mit künstlichen Lichtquellen ist in Bayern aber bisher verboten. So können die Jäger die Tiere fast ausschließlich in Vollmondnächten erlegen. Eine Aufhebung des Verbots könnte somit erheblich dazu beitragen, die Abschussraten zu erhöhen.

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