IG Metall gegen Lohndumping im GVZ

Ingolstadt (intv) An sich kann sich die Ingolstädter IG Metall freuen, mit 3,4 Prozent mehr Lohn war die Tarifrunde im Februar überaus erfolgreich, vor allem die Audi-Mitarbeiter haben davon profitiert. Auch der Mitgliederstand ist mit über 47 000 so hoch wie nie. Doch wo Licht ist ist auch Schatten: bis zu dreißig Prozent unter Tariflohn verdienen viele Mitarbeiter im GVZ, da heißt es gegensteuern, sagt der erste Bevollmächtigte Johann Horn am Samstag bei der jüngsten Delegierten-Konferenz. Lohndumping vor den Toren der Audi AG sei einer Boomtown nicht würdig. Bestrebungen bei einigen Zulieferern Betriebsräte zu gründen erweisen sich als schwierig.Der Gewerkschaftsboß gibt sich zugleich kämpferisch und zuversichtlich: „Die Zuliefer-Unternehmen verdienen gut, deshalb sollen auch die Mitarbeiter gut verdienen“. Zufrieden ist man auch mit den Entwicklungen bei Airbus in Manching. Von Arbeitsplatzabbau ist aktuell nicht mehr die Rede, die vollen Auftragsbücher haben Fakten geschaffen. „Damit hat sich Jobabbau, gegen den wir und massiv gewendet haben  erstmal erledigt“, sagte der zuständige IG-Metall-Bevollmächtige Bernhard Stiedl.

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