IFG Verwaltungsrat kommt zur Sondersitzung zusammen

Ingolstadt (intv) Es war nicht das erste Mal, dass Staatsanwälte und Ermittler letzte Woche in Ingolstadt Büroräume durchsucht haben. Diesmal waren unter anderem die Schreibtische und Computer bei der städtischen Tochtergesellschaft IFG und bei Ex OB Alfred Lehmann das Ziel der Fahnder. Es geht darum, ob sich Lehmann beim Kauf von Wohnungen eventuell einen Vorteil verschafft hat. Am Montag sind deshalb die Verwaltungsräte der IFG zu einer Sondersitzung zusammengekommen.

Darin haben sich die Räte vor allem einen Überblick über die Situation zur Amtszeit Lehmanns verschafft und Informationen eingeholt. Transparenz zu schaffen ist das klare Ziel. Mehr Transparenz fordert auch die Bürgergemeinschaft Ingolstadt.

„Das sollte auch für Aufsichtsräte und Verwaltungsräte gelten. Nur so weit, dass für niemanden ein Schaden entsteht. Aber Transparenz ist wichtig für unsere Bürger, damit sie wissen was in unserer Stadt los ist.“, erklärt Christian Lange, BGI-Fraktionsvorsitzender und IFG Verwaltungsrat.

Auch die Stadt unterstützt die Arbeit der Ermittler. „Der Oberbürgermeister hat mehrfach und eindeutig zum Ausdruck gebracht, dass er eine umfassende und gründliche Aufarbeitung der Sachverhalte erwartet. Die liegen deutlich vor der Zeit des aktuellen Stadtrats. Außerdem hat der Oberbürgermeister die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft angeordnet.“, so Pressesprecher Michael Klarner.

Laut Christian Lange könnte der Stadrat die Richtlinien beim Immobilienkauf überdenken und diese so noch rechtsicherer machen. Die Angelegenheit wird die Stadträte noch länger beschäftigen. Alfred Lehmann hat in dieser Sache bereits seine Unschuld beteuert.