„Ich lasse mir nicht die Hütte anzünden von der CSU“

Eichstätt (intv) Natascha Kohnen zu Besuch in Eichstätt. Anwohner des Abschiebegefängnisses reden auf die SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag ein, spielen ihr Tonaufnahmen der nächtlichen Schreie der inhaftierten Flüchtlinge, die auf ihre Abschiebung warten, ab. Die Politikerin schenkt ihnen ein Ohr, ist um Lösungen gegen die nächtliche Ruhestörung bemüht. Sie geht sogar mit den Anwohnern in deren Wohnungen und Gärten, von wo aus die Schreie auf Ton aufgenommen wurden.

Abseits äußert sich Kohnen auch zum Asylstreit zwischen CDU und CSU: „Vier Monate nach dem Koalitionsvertrag beginnt aus Bayern heraus die CSU plötzlich alles in Frage zu stellen und mit Provokationen zu arbeiten, mit einem sehr schmutzigen Populismus den Menschen Angst einzujagen und auf Minderheiten zu hetzen. Das glaube ich hat ein Land so noch nicht gesehen. Ehrlich gesagt legt die CSU gerade den roten Teppich für die Rechtspopulisten aus.( …) Wir können nicht die Grenzen zumachen, dann ist unser Wohlstand gefährdet und ehrlich gesagt, ich bin in einem freien, weltoffenen, toleranten Europa groß geworden und das gebe ich nicht auf und lasse mir schon gar nicht die Hütte anzünden von der CSU und deswegen muss sich die CSU am Riemen reißen und ihren Streit beilegen“, so Natascha Kohnen gegenüber intv.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, natürlich es ließ sich Kohnen nicht nehmen, auf dem Altstadtfest in der Eichstätter Innenstadt vorbeizuschauen, schließlich ist auch für die SPD in dreieinhalb Wochen Landtagswahl.