„Ich behalte mir personelle Konsequenzen vor“

Berlin (intv) Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat sich heute in Berlin zur Drohnen-Affäre geäußert. Die Frage, ob er zurücktreten werde, beantwortete er allerdings nicht – „Ich behalte mir personelle Konsequenzen vor“, war alles was der Minister dazu sagen wollte. Die Verantwortung für das „Euro Hawk“-Desaster wies er von sich, er sei zu spät informiert worden. De Maizières Auftritt war der Versuch eines Befreiungsschlags, aber davon, dass der Minister die Drohnen-Affäre los ist, kann noch keine Rede sein. Der Bundesverteidigungsminister schiebe die Verantwortung auf Mitarbeiter seines Ministeriums, kritisierte die Ingolstädter Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter heute im Gespräch mit intv. Der Minister habe schon am 8. Februar 2012 gewusst, dass das Rüstungsprojekt zu Verlusten führen wird und nichts unternommen, beklagt die Abgeordnete der Linken.

Die Software für den Euro Hawk hat das Manchinger Unternehmen Cassidian entwickelt. Welche Folgen das Debakel für das Unternehmen haben wird, ist noch nicht klar.