Hopfenernte 2017: Prognosen fallen mau aus

Ingolstadt (intv) Trockene Böden, braune Blätter und dünne Hopfenstöcke – die Witterung hat es dieses Jahr nicht gut mit dem Hopfen gemeint. Frost im April und zu wenig Regen in den Folgemonaten – das alles hat dazu geführt, dass der Verband Deutscher Hopfenpflanzer im Vergleich zum Vorjahr 23 % weniger Ertrag erwartet. „Für gewöhnlich brauchen wir im Juni, Juli und August jeweils ca. 100 Liter Wasser. In diesem Jahr hatten wir im Juni nur 40 Liter und im Juli bisher elf“, so Adolf Schapfl, Vorsitzender des Hopfenpflanzerverbands Hallertau. Der Verband erwartet dieses Jahr ca. 28.500 Tonnen Ertrag, im vergangenen Jahr waren es noch knapp 37.000. Die Hopfenpflanzer beklagen vor allem die extremen Hochs und Tiefs, eine normale „Durchschnitssernte“ bleibt seit Jahren aus. Dieses Jahr könnte der finanzielle Schaden in der Region bis zu 50 Millionen Euro betragen.