Hoffnung für Kongresshotel

Ingolstadt (intv) Wäre alles glattgelaufen, könnte das Projekt schon in der heißen Bauphase sein. Doch die Insolvenz des Investors hat im Sommer vergangenen Jahres alle Hoffnungen auf eine zügige Realisierung zunichte gemacht. Ganz klar: Das Hotel- und Kongresszentrum war ein Prestigeprojekt mit allen Höhen und Tiefen die, eine kommunal geplante und für eine private Nutzung konzipierten Baumaßnahme mit sich bringt – eine unendliche Geschichte mit politischen Verwerfungen, diversen Gestaltungswettbewerben und auch zunehmender Kritik aus der Mitte der Bürgerschaft über die Dimensionen des Gebäudes im Zusammenspiel mit der historischen Altstadt.

Eine Inbetriebnahme in seiner auslaufenden Amtszeit war OB Alfred Lehmann nicht gegönnt, trotzdem setzte er alles daran, damit das Hotel das wird, was sich die Stadt verspricht- eine erste Adresse in der südbayerischen Übernachtungslandschaft auf einem 4-5 Sterne-Niveau und mit dem Kongresszentrum insgesamt der lang erwartete Einstieg in das Kongressgeschäft. Mit einer Liste der Investoren und der Hotelbetreiber wollte die Stadtspitze im Februar aufwarten, schließlich galt es eine entscheidende Weichenstellung noch vor den Kommunalwahlen zu verkünden, und siehe da: Die Namen gelten als „Who is Who“ der Branche. Ramada und die VfB Vermögen AG, Mariott International und Patrizia Immobilien GmbH, Inside by Meliá sowie die Steigenberger Hotel Gruppe und B&L Real Estate GmbH.

Im zuständigen IFG-Verwaltungsrat wurde die hochkarätige Bewerberliste mit Wohlwollen quittiert. Im nächsten Schritt wird das 1900-qm-Gelände auf dem Gießereigelände zum Verkauf angeboten. Noch im April soll feststehen wer den Zuschlag erhält, die Planungen jedenfalls, so der Bauherr, IFG-Vorstand Norbert Forster wurden auf die Vorstellungen und Wünsche der Hotelbetreiber hin optimiert.