Hoffnung auf Leben: Typisierung für Marta Beim

Pfaffenhofen (intv) Fünf Minuten Zeit und zwei Milliliter Blut: Das reicht aus, um ein Leben zu retten zu können. Allerdings ist die Typisierung nur der erste Schritt, in einer langen Kette von medizinischen Untersuchungen. Doch es ist der wichtigste. Denn für eine Stammzellentransplantation brauchen Leukämiekranke genau die richtigen Spender. Oft ist vom genetischen Zwilling die Rede. Das bezieht sich allerdings nicht auf das gesamte menschliche Erbmaterial, sondern auf das passende Gewebe einer Spenderin, erläutert Dr. Walter Endres. Er sucht für die Stiftung Aktion Knochenmarkspende, in einer weltweiten Datenbank. In Pfaffenhofen mit Hilfe des BRK. Das Rote Kreuz hat seine Schulungsräume zur Verfügung gestellt, um all denen Blut abzunehmen, die mutig und jung genug sind, Stammzellen zu spenden, falls ihre Blutprobe die richtige ist. Erfahrene Spender berichten davon, dass die Stammzellenspende selbst schmerzfrei ist. 49 Menschen aus dem Landkreis Pfaffenhofen konnten seit 2000 schon Patienten in aller Welt das Leben retten. Organisiert haben diese Typisierung Freunde und Nachbarn von Marta Beim. Die 35-jährige Frau aus Schrobenhausen leidet an Leukämie. Sie liegt in einem Krankenhaus in München auf der Isolierstation. Ihr Immunsystem ist quasi auf Null reduziert worden, damit ihr Körper die Stammzellen eines möglichen Spenders toleriert. Mit der Typisierung in Pfaffenhofen steigt ihre Chance aufs Überleben. Landrat Martin Wolf ist der Schirmherr dieser Spendenaktion gewesen. Er hat auch selbst gespendet-allerdings kein Blut. Denn nur Menschen zwischen 18 und 45 haben die Chance, jemandem mit ihrer Stammzellenspende das Leben zu retten. Auch Geldspenden sind willkommen: Konto DE 1570 2501 5000 2239 4654 bei der Kreissparkasse München (BIC: BYLADEMIKMS)