Hölzerne Zweigstelle

Eichstätt (intv) 40 Prozent des Landkreises Eichstätt bestehen aus Wald. Da liegt es für Landrat Anton Knapp nahe, auch einmal in Holzständerbauweise zu bauen. Das Landratsamt geht bei seinem jüngsten Projekt neue Wege und nimmt für das geplante Dienstleistungszentrum in Lenting viel Geld in die Hand. Kurz vor Weihnachten hat das Ingenieurbüro für die Kreisräte nun einen konkreten Vorschlag. Allerdings kein reines Holzhaus, sondern eine sogenannte Hybridbauweise: „Holz als nachhaltiger Rohstoff ist das eine, die Vorfertigung ist das andere. Allerdings muss man Nachteile wie Schallschutz und Probleme wie die Nachtauskühlung und Speichermasse berücksichtigen, deshalb haben wir die Decke mit Beton ersetzt“, erklärt Reisch.

Das derzeitige Angebot beläuft sich auf 18,2 Millionen Euro. Das gut 100 Meter lange, viergeschossige Gebäude lässt auf dem Lentinger Grundstück noch Platz zur Erweiterung. Darüber hinaus punktet der Standort im Osten des Landkreises mit guter Verkehrsanbindung durch die Nähe zur A9. Das Eichstätter Landratsamt hatte schon länger mit Raumnot zu kämpfen. Das von Holz dominierte Bauwerk soll künftig mehrere Abteilungen beherbergen: „Für 150 Mitarbeiter ist das Gebäude ausgelegt und hat entsprechende Besprechungsräume. Uns war wichtig, die zentrale Lage zu nutzen für die Zulassungsstelle, aber auch für die Bereiche des Landratsamtes, die zweigeteilt bleiben in der Zukunft“, so Landrat Anton Knapp. Wie beispielsweise die Sozialverwaltung, das Jugendamt, die Bauverwaltung und das Veterinäramt.