Hochwasserdialog -heiße Diskussionen über geplanten Flutpolder bei Bertoldsheim

Rennertshofen (intv) – Spätestens seit dem Jahrhunderthochwasser im Jahr 1999 ist klar: der Anrainerschutz hat allererste Prioriät. Ein Höchstmaß an Sicherheit sollen technische Anlagen bringen, am effektivsten ist der sog. Flutpolder, in den zeitnah Wassermengen abgeleitet werden können. Doch im Vorfeld heißt es Überzeugungsarbeit leisten, sind doch die Bauwerke vor Ort umstritten wie auch im Gemeindebereich von Rennertshofen, wo in Höhe Bertoldsheim nach Überzeugung des Bayerischen Umweltministeriums ein idealer Standort ist. So lud am Freitag das Ministerium in die Turnhalle von Rennertshofen zum „Hochwasserdialog vor Ort“. Etwa 800 Gäste zeugten vom Interesse an der Thematik, ein gutes Dutzend davon gaben nach der Erläuterung der Baumaßnahme den Experten um Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf gehörig Kontra. Vor allem die Grundwasserfrage brennt den Anwohnern auf den Nägeln. Lösungen werden erarbeitet beteuern die Experten. Bauernverbands-Kreisobmann Ludwig Bayer bezweifelt die Notwendigkeit eines zweiten Polders auf dem Gemeindegebiet. Eine nicht tragbare Konzentration sagt er, noch dazu wo dazwischenliegende Flächen auch schon als natürliche Retensionbereiche dienen. Alle Einwände werden berücksichtigt, sagt Umweltministerin Ulrike Scharf. Mit der Gründung von Arbeitsgruppen soll der Hochwasserdialog in Kürze in die nächste Phase gehen.