Hochbauamtsprozess ist zu Ende

Ingolstadt (intv) Laut Vorwurf der Staatsanwaltschaft hatten die städtischen Beamten die Architekturbüros beim Bau zweier Schulen im Ingolstädter Südwesten bevorzugt. Die ausführliche Beweisaufnahme am Landgericht hatte hierzu aber keine überzeugenden Fakten geliefert. Der aufsehenerregende Prozess samt vorausgegangener Razzia im Technischen Rathaus ist zu Ende. Die Berufungskammer stellte das Verfahren gegen die fünf Angeklagten heute ein. Am fünften Verhandlungstag gaben die Angeklagten und ihre Verteidiger die Erklärung ab, dass sie sich mit einer Einstellung anfreunden können und die Geldauflage zahlen werden. Der angeklagte Amtsleiter muss 15.000 Euro zahlen, sein Stellvertreter 12.000, die drei Architekten jeweils 4.000 Euro. Die Angeklagten betonten heute aber ausdrücklich, die Zahlung sei kein Schuldeingeständnis. Bis zum 31. Januar 2016 muss die Geldauflage geleistet werden. Ansonsten wird der Prozess noch einmal neu aufgerollt.