Historischer Moment in der ehemaligen Gießereihalle

Ingolstadt (intv) „Eines der wichtigsten Zeugnisse der Ingolstädter Industriegeschichte wird bewahrt, und gleichzeitig bekommt das Museum für Konkrete Kunst und Design ein neues Zuhause.“

Heute Vormittag hat Oberbürgermeister Christian Lösel zusammen mit Architekten, Archäologen, Museumsvertretern und Mitgliedern des Stadtrats den Baubeginn des knapp 25 Millionen schweren Projekts erteilt. Ein denkwürdiger Moment. Deshalb war es auch der Wunsch des Stadtoberhaupts, eine Zeitkapsel in das neue Museum für Konkrete Kunst und Design einzubauen. Darin befindet sich eine Urkunde zum Baubeginn, deatillierte Pläne des Bauwerks in Kopie und einen Donaukurier des heutigen Tages.

Ein historischer Augenblick, schließlich beschäftigt die Stadt das Thema bereits seit 20 Jahren. Gerade jetzt, in diesen Zeiten, da die Gewerbesteuereinnahmen nicht wie sonst sprudeln, geht Ingolstadt diesen bedeutungsvollen Schritt: „Zum Einen, weil wir für unser neues Museum für Konkrete Kunst und in Zukunft auch Design eine würdige Heimstätte brauchen, zum Anderen weil ich denke, dass die historischen Bauten der Stadt Ingolstadt einer Sanierung bedürfen, so wie die historische Stadtmauer mit ihren 100 Türmen, das Kavalier Dallwigk, das Feldkirchener Tor, das Georgianum. Und ich denke, dass die Zeit dafür immer reif ist, wenn die Nutzung da ist, diese Objekte dann auch zu sanieren“, betont Oberbürgermeister Christian Lösel.

„Die Spezialisierung auf konkrete Kunst und Design ist in der Deutschen Museumslandschaft einmalig“, schwärmt Christine Haderthauer. Der Umbau der ehemaligen Königlich Bayerischen Geschützgießerei soll bis 2019 vollzogen sein.