Heute schon in der Zukunft – Effizienzhäuser als umweltbewusste Alternative

Schrobenhausen (intv) Ob plastikfrei leben, regional einkaufen oder umweltfreundlicher Nahverkehr – das ökologische Bewusstsein ist in den letzten Jahrzehnten immer weiter gewachsen. Dank steigender Energiepreise müssen sich auch Bauherren immer mehr Gedanken darum machen, wie das zukünftige Eigenheim effizient geheizt oder mit günstiger Energie versorgt werden kann. Namen gibt es dafür viele: Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Plusenergiehaus. Michael Plapperer aus Schrobenhausen hat sein Büro in ein solches Gebäude verlegt.

Entstanden ist die Planung des Niedrigenergiehauses aus einer einfachen Rechnung.Im mp tower sind 25 kleine Apartments untergebracht, die nur kurzzeitig bewohnt werden. Dadurch sind die Nebenkosten vergleichsweise hoch. Um attraktiv und wirtschaftlich zugleich zu sein, war ein Effizienzhaus mit überschaubaren laufenden Kosten ideal. Das KfW 40 Haus hat eine Wärmepumpe. Durch kontrollierte Belüftung können 80% der Raumwärme rückgewonnen werden.  KfW 40 bedeutet, dass ein Gebäude nur 40% der Energie eines Standardneubaus benötigt. Wärmepumpen arbeiten bei Plusgraden sehr effizient, im Winter sind andere Wege sinnvoller. Ein Gasspitzenlastkessel sorgt bei Minusgraden und bei Engpässen, z.B. wenn viele Bewohner gleichzeitig duschen wollen, für die nötige Energie. Auf dem Dach befindet sich eine Photovoltaikanlage,  im Keller eine Batterie – so können etwa 50% der Energie selbst genutz werden.

Energieeffiziente Häuser stechen oft durch ihre simple Architektur heraus: Rechteckig ohne dekorative Ecken und Kanten. Das spart schon beim Bauen und später beim Einrichten Kosten. Im Gegensatz zu Häusern mit Satteldach, hat die Decke im gesamten Dachgeschoss dieselbe Höhe. Teure Maßanfertigungen und Ärger beim Möbelkauf sind damit hinfällig.

Ein Schnäppchen ist die effiziente Bauweise mit den entsprechenden Materialien beim Bauen ersteinmal nicht. Pro Quadratmeter kommen etwa 140€ drauf, im Vergleich zu einem normalen Haus. Dafür spart man langfristig. Die erste Grundsanierung fällt erst nach 40 bis 50 Jahren an.