Herzwenz für den guten Zweck

Eichstätt (intv) Früher als einfaches Bauernspiel verkannt, hält es bis heute Einzug in den Wirtshäusern, gilt als Kulturgut und Teil der bayerischen Lebensart: Das Schafkopfen. Es ist ein Spiel um Geld, in diesem Eichstätter Fall um sehr viel Geld. Denn bei der Bereitschaftspolizei in Eichstätt kommen jährlich beinahe 10.000 Euro beim Benefizkarteln für den guten Zweck zusammen.

Es spielt das „who is who“ von Eichstätt. Dabei ist wer von Organisator und Stadtrat Adalbert Lina persönlich eingeladen wurde. Ganz nach dem Motto: A Herz hod a jeder der 232 Spieler. „Zum einen verfolgen wir den Zweck unser bayerisches Kulturgut, das Schafkopfen wieder hochleben zu lassen und zum anderen spielen wir für 60 Jugendgruppen Geld ein. Mit den Spenden und dem Startgeld können wir jeder Gruppe bereits 100 Euro fest versprechen“, betont  Lina stolz.

Sauspiel, Solo oder Wenz. Eichel, Gras, Herz oder Schellen. Ein glückliches Händchen und ein gutes Blatt sind entscheidend für Stich und Sieg. Eine Runde dauert solange bis alle 32 Karten, dementsprechend 8 Stiche gespielt sind. 10er, Trümpfe und Asse bringen besonders viele Augen, sprich Punkte. Wer 61 Augen hat, hat ein Spiel gewonnen. Allerdings ist nicht immer jedem das Glück hold.

Keiner der Eichstätter Geschäftsleute habe Lina einen Korb gegeben und fleißig Sachspenden und Gewinne im Gesamtwert von 6.000 Euro zur Verfügung gestellt. Wer es an diesem Abend nicht bis zum Gabentisch geschafft hat, Adalbert Lina bietet auch Schafkopfseminare an. Das nächste startet im April.