Herrmann ernennt Gietl zum Polizeipräsidenten

Ingolstadt (intv) An der Technischen Hochschule Ingolstadt war heute Vormittag viel Polizeipräsenz. Aber nicht, weil etwas schlimmes passiert ist. Nein, die Polizisten haben ihren Chef in den Ruhestand verabschiedet. Der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord Walter Kimmelzwinger scheidet zum 31. Oktober aus dem Amt. Beim offiziellen Festakt heute wurde er gebührend verabschiedet und gleichzeitig sein Nachfolger ernannt.

Welchen Stellenwert ein Polizeipräsident in der Politik und Wirtschaft hat, zeigte die Gästeliste. Sämtliche Vertreter waren gekommen, um den langjährigen Präsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord Walter Kimmelzwinger in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Da kommt sogar der Bayerische Innenminister persönlich nach Ingolstadt. Für ihn zählt das Präsidium Oberbayern Nord zu den wichtigen Regionen in Bayern. Denn trotz großem Wachstum ist die Kriminalität gering und die Aufklärungsquote bei der Polizei sehr hoch.

Für fünf Jahre und neun Monate stand Kimmelzwinger an der Spitze des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord. Eine Zeit, an die er sich jetzt schon gern zurückerinnert.

Ab November wird sein bisheriger Stellvertreter Günther Gietl das Amt des Polizeipräsidenten übernehmen und damit für die Sicherheit von rund 1,5 Millionen Menschen zuständig sein.

Der Nachfolger für Günther Gietl steht auch schon fest. Herbert Wenzl, bisher beim Polizeipräsidium in Niederbayern tätig, wird neuer stellvertretender Präsident.

Innenminister Joachim Herrmann hatte im übrigen noch eine gute Nachricht im Gepäck. 2000 zusätzliche Stellen will die Landesregierung bei der Polizei in den kommenden Jahren schaffen. Das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord soll laut Herrmann davon einen überproportional großen Anteil erhalten.