Helferkreise empfangen Asylbewerber in Aresing

Aresing (intv) Neue Heimat: Alter Wirt. Ein leerstehendes Gasthaus in Aresing ist zur Unterkunft für knapp 40 Asylbewerber geworden. Am Donnerstagabend kamen die ersten Flüchtlinge aus Syrien, Pakistan, dem Irak und Afghanistan an. Sie waren aus verschiedenen Erstaufnahmeeinrichtungen in ganz Bayern über Neuburg nach Aresing gekommen.

Empfangen wurden sie vom zweiten Bürgermeister, Georg Hartmann (FW), der das Gemeindeoberhaupt Klaus Angermeier (CSU) vertrat. „Ich bin positiv überrascht, es sind lauter nette junge Leute gekommen, auch zwei Familien, die bei uns herzlich willkommen sind“, so Hartmann. Die leerstehende Gastwirtschaft war vom Besitzer, einer Kühbacher Brauerei, innen komplett saniert worden. Die Ausstattung mit Betten und Spinden hatte das Landratsamt übernommen. Auch einen Aufenthaltsraum mit Sofa gibt es. „Viel besser als eine Containerlösung“, so Hartmann.

Anwesend waren auch die Vertreter der Helferkreise, die sich aus der bereits bestehenden Nachbarschaftshilfe Wir füreinander formiert hatten, einem Projekt des Caritasverbandes Neuburg-Schrobenhausen. „Damit haben alle, die als Helfer tätig sind, automatisch einen Versicherungsschutz“, erläutert Isabel Kehrer. Fast 60 Menschen setzen sich in Aresing für eine aktive Unterstützung der Neuankömmlinge ein. „Wir wollen ihnen zuerst den Ort zeigen und dann erläutern, wie sie nach Schrobenhausen kommen“, sagt Reinhold Deuter. Denn in der Gemeinde gibt es zwar mehrere Lebensmittel- und Getränkeläden, große Supermärkte hingegen sind nur in der Stadt zu finden.

Für viele der Flüchtlinge steht eine Umgewöhnung an, denn sie stammen zum Teil aus Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern. Eine sechsköpfige Familie aus der syrischen Stadt Qamischli bedankte sich herzlich bei den Aresinger Helfern für das neue Quartier. „Ich möchte den Leuten und auch der deutschen Regierung danke sagen, dass sie uns aufnehmen“, so Tochter Dilan (16). Ihr Bruder Diyar (13) erzählt, dass seine Heimatschule von der Terrormiliz Islamischer Staat bombardiert wurde und er sich nun auf ein friedliches Leben und den Unterricht in Deutschland freut. „Später möchte ich einmal Ingenieur werden“, so der Bub über seine Pläne.

Auf ihrer Website informieren Gemeinde und Helferkreise ab sofort über die aktuelle Asylsituation in Aresing. Wer sich ebenfalls engagieren möchte, findet dort auch Kontaktdaten.