Handwerk mit Nachwuchssorgen

Ingolstadt (intv) Sie bauen unsere Häuser, sorgen für die Wurstsemmel in der Mittagspause und helfen, wenn wir uns ausgesperrt haben. Handwerker sind in so manchen Situationen gefühlte Lebensretter. Trotzdem ist der Beruf des Handwerkers bei jungen Menschen nicht beliebt. Die Branche kämpft weiter gegen Nachwuchssorgen.

Drei Gesellinnen und 28 Gesellen haben die Innungsmeister aus Pfaffenhofen und Ingolstadt am Freitag freigesprochen. Ein schöner Tag für das Handwerk in der Region. Eigentlich, denn der Tag zeigt auch, dass das Handwerk weiter um Nachwuchs kämpft. Fünf Maurer sind für die Regionen Ingolstadt und Pfaffenhofen zu wenig, findet Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf.

Kreishandwerksmeister Karl Spindler kann es nicht wirklich verstehen, warum die handwerklichen Berufe für junge Leute so unattraktiv sind. An den Einkommenschancen kann es seiner Meinung nach nicht liegen.

Neben den Nachwuchssorgen kämpfen die Handwerksbetriebe gegen ein zweites Problem: die ausgelernten Nachwuchshandwerker bleiben oft nicht in den Betrieben. Denn die Industrie winkt mit besseren Löhnen. Eine Lösung für das Problem könnte ein gemeinsamer Talentepool der Handwerks- und Industriebetriebe wie Audi sein. Die Planungen dafür laufen bereits.