Gute Lage und vorsichtige Erwartungen

Ingolstadt (intv) Niemand weiß so recht was uns 2017 erwarten wird. Der Brexit, Donald Trump, Audi und der Abgasskandal. Diese Dinge beschäftigen nicht nur uns, sondern vor allem die Metall- und Elektroindustrie. Geschäftsführer und Vertreter kamen am Mittwoch in Ingolstadt zusammen, sprachen über ihre aktuelle Geschäftslage und wagten einen Blick auf die Herausforderungen im neuen Jahr.

Stichwort Abgasskandal. Viele Betriebe in der Region beliefern Audi. Auch wenn der Automobilhersteller erst einen neuen Absatzrekord verzeichnete, bei künftigen Investitionen wird es Einsparungen geben. „Insofern erwarten wir, dass Entwicklungen stärker auf die Zulieferindustrie fremdgegeben werden und somit eine Chance für die Zulieferer besteht, ihr Geschäft auszubauen.“, erklärt Helmut Krauss, bayme vbm Vorsitzender der Region MünchenNord-Ingolstadt.

Momentan geht es der oberbayerischen Metall- und Elektroindustrie gut. Rund 6.000 neue Stellen sind im vergangenen Jahr entstanden. Die Geschäfte laufen, sowohl im Inland als auch im Ausland. Im Ausland warten in den kommenden Jahren die größten Unsicherheiten. Keiner weiß, welche Folgen der Brexit oder der neue amerikanische Präsident haben werden.

Continental ist zufrieden. 2016 konnte das Unternehmen am Standort Ingolstadt seinen Umsatz steigern und 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Problem bleibt aber weiterhin, die vielen Stellen zu besetzen. Fachkräfte fehlen. Selbst die Integration der Flüchtlinge kann daran nur wenig ändern.