Gute Energie

Schrobenhausen (intv) Behördenventile und Präsenzmelder sagen Ihnen jetzt vielleicht nichts, liebe Zuschauer, aber eigentlich verbergen sich dahinter ganz einfache und vor allem effektive Energiesparmaßnahmen. Die Stadt Schrobenhausen setzt diese bereits sehr erfolgreich um. Wie genau hat sich intv Reporterin Lisa Moosheimer bei einem kleinen Energierundgang zeigen lassen.

Und der beginnt in der Dreifachturnhalle. Hier haben Tanja Jenter und Heiko Wenger von der Stadt Schrobenhausen schon einiges optimiert. In diesem Jahr zum Beispiel die Beleuchtung. Die ist jetzt komplett auf LED umgestellt. „Insgesamt wurden 500 Leuchten ausgetauscht. Damit sparen wir jetzt 30.000 Kilowattstunden im Jahr. Da sind umgerechnet 7.000 Euro weniger Stromkosten.“, erklärt Klimaschutzbeauftragte Tanja Jenter.

Die LED-Lampen haben dazu noch eine längere Lebensdauer und verbessern die Lichtqualität. Damit die Lichter aber trotzdem nicht die ganze Zeit brennen, gibt es in den Umkleidekabinen Bewegungsmelder.

„Bei den öffentlich zugänglichen Räumen haben wir bei der Heizung eine Art Kindersicherung eingebaut. Da kann nicht jeder rumdrehen wie er will. Da verbirgt sich ein enormes Einsparpotenzial, weil die Räume oft gar nicht so arg geheizt werden müssen.“, so Jenter weiter.

Durch all diese Maßnahmen spart die Stadt in der Turnhalle jährlich rund 10.000 Euro an Energiekosten. Und auch außen geht es weiter. Der Strom von der Photovoltaikanlage auf dem Dach fließt zum Großteil nämlich direkt in das Freibad. „Das Freibad in Schrobenhausen wurde Ender der 90er Jahre generalsaniert. Seitdem waren sechs Umweltpumpen im Einsatz. Die haben wir ausgetauscht im April 2017 und damit können wir bis zu 30 Prozent an Energie sparen.“, erzählt Heiko Wenger.

Zu den städtischen Gebäuden in Schrobenhausen zählen auch die Schulen. Vor fünf Jahren war die Michael-Sommer-Mittelschule mit der Energiesanierung dran. Dreifachverglasung, eine neue Dämmung und Fernwärmeheizung sorgen hier für gute Energie. „Im Fall der Michael-Sommer-Mittelschule konnten wir extrem viel Energie einsparen und den Verbrauch von 700.000 Kilowattstunden auf 400.000 Kilowattstunden pro Jahr senken.“

Die einzelnen Maßnahmen kosten die Stadt erst einmal mehrere Millionen Euro. Nach wenigen Jahren stellt sich dann aber der Gewinn ein, erklären Jenter und Wenger. Das nächste große Projekt ist jetzt die Rathaussanierung. Da muss sich noch zeigen, inwieweit Energiesparmaßnahmen und Denkmalschutz kombiniert werden können.