GSB Umweltbeirat: Immer noch zuviel PCB in Ebenhausen

Ebenhausen-Werk (intv) Viel zu viel PCB fanden Wissenschaftler vom Landesamt für Umwelt in einem großen verlassenen Gebäude in Ebenhausen-Werk. Andere in der Nachbarschaft dagegen waren nicht ganz so stark belastet. PCB steht für polychlorierte Biphenyle. Diese Chemikalie wurde bis in die 80er Jahre hinein als Weichmacher in Dichtungen bei Plattenbauten verwendet. Auch in Elektrotransformatoren und Hydraulikanlagen hat man PCB eingesetzt. PCB ist giftig und krebsauslösend, daher seit 2001 verboten. Das Landesamt für Umwelt versucht auch mit historischen Recherchen herauszufinden, woher das PCB kommt, das beim Biomonitioring im Umkreis der GSB immer wieder nachgewiesen wird. Obwohl die anderen Schadstoffe bei der Verbennung in der Gesellschaft für Sonderabfallentsorgung in Bayern (=GSB) alle seit Jahren zurückgehen. Bei der Umweltbeiratssitzung in Baar-Ebenhausen hat auch das Nachbarunternehmen der GSB, Thyssen Dück, seine Maßnahmen zur Reduzierung der Umweltbelastung dargestellt. Für die Bürgerinitiative zur Kontrolle der GSB steht fest: Die Herkunft des PCB muss geklärt werden. Dieses Ziel verfolgt auch der Umweltbeirat.