Großflächiges Eschensterben

Eichstätt (intv) Heuer rückt ein weiteres extremes Borkenkäfer-Jahr den Nadelbäumen in unseren Wäldern ordentlich zu Leibe. Aber auch hinter dem niedlichen Namen „falsches weißes Stengelbecherchen“ verbirgt sich ein fieser Pilz, der den Eschen den Garaus macht. An der KU in Eichstätt wird das Eschentriebsterben wissenschaftlich untersucht. Die Aussichten für die stolzen Bäume sind alles andere als rosig. Verdörrte Blätter und ganze Äste ohne Lebenssaft. Der Pilz befällt die Leitungsbahnen, der Baum stirbt langsam von oben her ab. Hier am Altmühlufer unterhalb der Katholischen Universität untersuchen Wissenschaftlerinnen unter der Leitung von Geographie-Professorin Susanne Jochner-Oette die betroffenen Laubbäume.

Die Zukunftsprognosen sind ernüchternd: lediglich ein Prozent der Eschen überstehen den Pilzangriff. Das falsche weiße Stengelbecherchen gibt es schon seit 10 Jahren bei uns in Bayern, seinen Ursprung hat der Pilz in Ostasien. Im Auwald zum Beispiel ist ein Viertel des Waldes am Sterben, rund 300 Hektar Eschenbestand.